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>> Interview im P.I.B.
Interview mit dem Vorsitzenden Herrn Robert Bögle der Beratungsstelle P.I.B. (Pädagogisch-psychologische Informations- und Beratungsstelle für Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen)


Das PIB am Königsplatz

Die Kreativen: Wie viele Berater gibt es hier und welches Geschlecht haben sie?
Berater: Es gib insgesamt sechs Berater/-innen, davon sind drei weiblich und drei männlich.

Die Kreativen: Welche Ausbildungen haben sie?
Berater:
  • Drei haben eine Psychotherapeutenausbildung,
  • zwei haben ein Lehrerstudium und eine Psychologieausbildung und
  • einer hat ein Diplomsozialpsychologiestudium absolviert.

  • Die Kreativen: Kommen mehr Mädchen oder mehr Jungs hier her?
    Berater: Es kommen etwa 1/3 Mädchen und 2/3 Jungs.

    Die Kreativen: Wie erfahren Jugendliche und Hilfesuchende, dass und wo es die Beratungsstelle gibt?
    Berater: Manche Jugendliche finden es durchs Telefonbuch heraus, andere durchs Internet oder durch die Empfehlung eines Anderen.

    Die Kreativen:
    Wie melden sich die Jugendliche hier an?
    Berater: Die meisten melden sich nicht selber an, sondern werden von den Eltern angemeldet. Wenn sich ein Jugendlicher aber doch selber anmeldet, hat er keine Wartezeit.

    Die Kreativen: Gibt es Jugendliche, die nach dem PC süchtig sind?
    Der Berater: Ja! Vor allem die sogenannten Egoshooterspiele sind sehr beliebt bei Jugendlichen und können zum Problem werden.

    Die Kreativen: Stellt das Handy ein Problem bei Jugendlichen dar?
    Der Berater: 
    Früher war es ein größeres Problem. Aufgrund der Kosten bekamen viele Jugendliche Schulden. Jetzt ist es nicht mehr so ein Problem, weil die Jugendlichen die Kosten besser unter Kontrolle haben und nicht mehr so viele Verträge abgeschlossen werden. Man kann aber genauso gut süchtig nach dem Handy, wie nach dem Computer sein.

    Die Kreativen: Wann sind am meisten Anmeldungen?
    Berater: Nach dem Zwischenzeugnis, also Februar und März kommen die meisten und dann gibt es leider auch Wartezeiten von bis zu sechs Wochen.

    Die Kreativen: Warum kommen mehr Jungen als Mädchen in die Beratungsstelle?
    Berater: Es kommen mehr Jungen, weil sie schlechtere Noten haben. Sie fallen mehr auf, wenn sie stören und sie haben insgesamt mehr Probleme als Mädchen. Mädchen nehmen die Probleme in sich auf und reden darüber, Jungs dagegen werden aggressiv und reden nicht.

    Die Kreativen: Waren schon einmal Psychopathen in der Beratungsstelle?
    Berater: Ja. Ein Junge der unter Verfolgungswahn leidet.

    Die Kreativen: Spielen Mädchen Ballerspiele ?
    Berater: Ja natürlich, aber nur ein geringer Teil der Mädchen.

    Die Kreativen: Wie oft kommen psychischgestörte Leute in die Beratungsstelle?
    Berater: Manche kommen 5-10 Mal, bei schweren Fällen kommen sie bis zu 30 Mal.

    Die Kreativen: Wie wird die Beratungsstelle finanziert und kommen auch Leute ohne Probleme?
    Berater: Die Beratungsstelle wird von der evangelischen und katholischen Kirche finanziert . Die Beratung ist kostenlos, aber wir freuen uns über jede Spende. Es kommen hauptsächlich Leute mit Problemen, aber es gibt auch Ausnahmen, die nur reden wollen.


    Herr Bögle empfängt uns im Foyer

    Ein Beitrag der Kreativen

    der Joseph von Fraunhofer Realschule