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>> SAR Test-Kopf


Am Laptop angeschlossener SAR -Kopf
Wir durften bei der Durchführung eines SAR Testes dabei sein. SAR steht für die Spezifische Absorptionsrate eines Geräts, das mit elektromagnetischen Strahlen arbeitet*.
In Deutschland ist hierfür die erlaubte Höchstgrenze bei Geräten mit direkter Einwirkung auf den menschlichen Kopf (wie z.B. Handys) 2 Watt/kg.
Bei Geräten, die sich auf den sonstigen Körper auswirken, liegt diese Grenze bei 0,8 Watt/kg. In anderen Ländern liegen diese Werte deutlich niedriger.
So liegt er zum Beispiel in den USA bei 1,6 und in China sogar bei 1.0 Watt/kg.

Den Test hat Herr Gampl vom bayerischen Amt für Umweltschutz durchgeführt. Er brachte einen so genannten SAR Test-Kopf mit, mit dem man die Strahlung messen kann, die von einem Handy auf den menschlichen Kopf einwirkt. Dieser Test-Kopf ist wie ein menschlicher Kopf aufgebaut und im Inneren befindet sich eine Flüssigkeit, die die Stärke des elektromagnetischen Feldes von dem getesteten Mobiltelefon misst. Nach Anschluss an einen Laptop wird dort ein Diagramm mit den Messwerten angezeigt. bild
Test mit dem Handy

Hierbei lässt sich feststellen, dass die Strahlung beim Verbindungsaufbau am Stärksten ist. Dies liegt daran, dass das Handy mit voller Leistung nach einem Sendemasten sucht. Im weiteren Gesprächsverlauf variiert die Strahlung je nach Netzstärke. Zudem tendiert die Strahlung in Gesprächspausen gegen 0.

Eine Übersicht über die SAR-Werte der verschiedenen Handy-Modelle findet sich auf Handywerte.de. Dort kann man sehen, dass der Durchschnitt aller Mobiltelefone ungefähr bei 0,6 Watt/kg liegt. Diese variiert jedoch bei schlechterem Netzempfang. Man sollte sich auch auf jeden Fall informieren, wo bei seinem Handy die interne Antenne zu finden ist, denn bei einigen Handys sieht man, dass die Strahlung in der Nähe der Tastatur am höchsten ist.

* Der SAR-Wert misst, inwieweit die Strahlung unseres Handys unseren Körper aufwärmt. Durch Strahlung entsteht Reibung und dadurch Wärme. Der SAR-Wert von 2 Watt pro Kilo bedeutet also, das ein Kilo unseres Körpers um 2 Watt erwärmt wird. Deswegen ist es wichtig, das Handy beim Gesprächsaufbau nicht an den Kopf zu halten, da dieser bei Erwärmung der empfindlichste Körperteil ist.

© Moritz Rettinger und Dominik Schröder
der Klasse 9b des Maria-Theresia Gymnasiums