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>> Die Mikrowelle und das Handy
Es ist ja wohl bekannt, dass die hohe elektromagnetische Strahlung der Mikrowelle Wunder zu vollbringen vermag. Sachen fliegen in die Luft und auch vor Hitze noch so widerstandsfähigen Gegenstände schmelzen. Doch ist die Strahlung wirklich so hoch? Und was hat die Mikrowelle mit einem Handy zu tun? Die untenstehende Grafik zur elektromagnetischen Strahlung zeigt uns folgenden Ablauf:



Alle Geräte, die an einer herkömmlichen Steckdose in Betrieb genommen werden, geben minimalste Strahlung ab. Radio und Fernseher brauchen zwar auch eine Steckdose, aber noch dazu ein Antennenkabel, das man anschließen muss. Der Unterschied dieser beiden Alltagsgegenstände zum Handy ist der, dass das Handy sowohl Sender, als auch Empfänger ist. Fernseher und Radio empfangen nur. Deswegen ist die Strahlung beim Handy größer, da Geräte, die Sender und Empfänger sind immer mehr Energie aufbringen müssen, als ein Gerät, das nur Empfänger ist.

Überraschenderweise liegt die Mikrowelle direkt hinter dem Handy. Dabei könnte man - wie es einigen aus unserer Gruppe ergangen ist - folgendem Trugschluss erliegen: "So wird erst richtig klar, wie hoch die Strahlung des Handys wirklich ist. Außerdem sollte man sich einmal bewusst machen, dass man sich gerade ein Gerät an den Kopf hält, dessen elektromagnetische Strahlung fast der einer Mikrowelle entspricht und man weiß ja, was die Mikrowelle anrichten kann."
Das mag sich logisch anhören, ist aber kompletter Unsinn! Denn die Mikrowelle gibt bei weitem höhere Strahlung ab, als das Handy. Wenn das Handy nur annähernd so viel Energie aufbringen würde, wie es die Mikrowelle tut, dann würde nach einer Stunde telefonieren mit unserem Kopf das gleiche passieren, wie wenn wir einen Mohrenkopf/Negerkuss/Dickmann 3 Minuten in die Mikrowelle stellen würden. Er würde sich so von innen erhitzen, dass er platzen würde. Kein Handy der Welt, gibt aber so viel Energie auf einmal ab.
Andersrum gesehen, könnte man mit den Strahlungen des Handys - selbst wenn diese beim Empfangaufbau ihrem höchsten Punkt erreichen - nicht einmal eine Tasse Wasser erhitzen.
Der Vergleich von Handy und Mikrowelle ist noch aus einem anderen Grund nicht möglich:
Eine Mikrowelle kann nie ohne geschlossene Tür in Betrieb genommen werden, da die Strahlung sonst gefährlich wäre. Sie schirmt also die Strahlung über ihr Gehäuse ab. Wenn man sich in einen Kasten setzen würde, der ähnlich vor Strahlung abschirmt, wie die Mikrowelle, könnte man mit keinem Handy der Welt mehr telefonieren, da die Strahlen - die elektromagnetischen Wellen - niemals ihren Empfänger erreichen würden.

Ein Artikel der Klasse 9b
des Maria-Thersia Gymnasiums