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Die Schuldenfalle NR. 1

Egon, der 14-jährige Schüler blieb von dem Handywahn auch nicht verschont.

Immerzu bekam er mysteriöse SMSn von einer unbekannten Nummer:

Hi Egon, dein Freund hat mir deine Nummer gegeben, weil ich dich total süß finde!
Würd dich gern mal treffen...
Schreib bitte zurück an die Nummer 85598
bis dann!!

Neugierig wie er war, schrieb er jedes mal auch gleich zurück.
Doch weil die unbekannte Person nie antwortete, schrieb er immer mehr SMS an diese Nummer.
Am Monatsende wunderte er sich, warum seine Rechnung plötzlich über 3oo€ betrug.
Natürlich bekam er nicht so viel Taschengeld, also musste er sich von seinem Vater das Geld leihen.
Dieser war auch gleich auf 180 und schrie wie eine Verrückter:

Spinnst du eigentlich total???
Denkst du, das Geld fällt einfach so vom Himmel??
Du bekommst jetzt sechs Monate kein Taschengeld mehr, bis du die Schulden bei mir abbezahlt hast!!

Er lernte aus seinem Fehler und beantwortete die SMS mit den merkwürdigen Nachrichten nicht mehr.
Doch damit nicht genug...
Egon schaffte es genau zwei Wochen kein Geld auszugeben, doch dann entdeckte er auf MTV den neuen Spaß von Jamba mit den lustigen Klingeltönen.
Gleich lud er sich jede Woche den neusten Klingelton herunter, ohne darauf zu achten, dass das
Monatpakete waren, für die er jedes mal monatlich 5€ bezahlen musste...


Als er gerade die 300€ Schulden bei seinem Vater abbezahlt hatte, kam die neue Handyrechnung.
Diesmal aber über 500€.
Wieder musste er seinen Vater um Geld anpumpen.
Doch jetzt war der Vater sauer auf Egon und nicht mehr bereit das Geld für seine Schulden vorzustrecken:

Jetzt kannst du selbst schauen, wie du aus der Schuldenfalle wieder rauskommst...

Doch auf Arbeiten fürs Geld hatte Egon keine Lust und darum machte er weiter wie zuvor auch.

Jeden Monat kam eine neue Handyrechnung und jeden Monat war sie höher.
Er schaffte es einfach nicht aufzuhören sich Klingeltöne runterzuladen oder mal weniger zu telefonieren.

Sieben Monate ging das so und irgendwann waren die Schulden so hoch, dass er keinen Ausweg mehr sah.
Seine Mutter half ihm nicht, bei seinen Freunden hatte er auch schon viele Schulden und er konnte einfach
nicht mehr.

Als Egon auf dem Balkon im neunten Stock vor seinem Zimmer stand, dachte er an seinen Vater, den er vor ein paar
Minuten noch einen Abschiedsbrief geschrieben hatte:

Es tut mir leid Papa, aber ich kann nicht mehr, ich komm da nicht mehr raus...
Ich  will einfach nicht mehr..
Hab dich lieb   Dein Egon...

Ihm kullerte eine Träne über sein blasses Gesicht, als er in die Tiefe stürzte....


Handy-Schuldenfalle Nr.1 - muss es wirklich dazu kommen??

Ein Beitrag der Klasse 8c
der Joseph-von-Fraunhofer Realschule