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Noch einmal Glück gehabt

Michelle ist 13 Jahre alt und wünscht sich unbedingt ein Handy. Ihre Eltern aber wollen dies nicht, denn sie meinen, Handys sind ungesund, weil sie Strahlen produzieren. Sie machen sich Sorgen, dass Michelle einen Tumor bekommt.
Doch sie findet es ungerecht, da jetzt schon alle aus ihrer Klasse ein Handy haben. Deshalb fasst sie eines Tages einen Entschluss: "Ich gehe jetzt in den nächsten Handy-Shop, um mir ein Handy zu kaufen." Im Laden sind viele Handys und sie weiß gar nicht was sie machen soll. Da kommt ein netter Handy-Berater zu ihr und fragt sie, was sie will. Sie antwortet: "Ich will unbedingt ein Handy haben, weil alle aus meiner Klasse eines haben, aber meine Eltern erlauben es mir nicht!" Da antwortet der Berater: "Also, was hältst du davon, wenn ich dir einen Gefallen tue und dir ein Handy mit VERTRAG anbiete? Ich gebe dir dieses, es hat Bluetooth, Infrarot, Video- und Fotofunktion - es ist perfekt für dich!!! Und das alles für nur 43 Euro im Monat und ohne jegliche FreiSMS!!!" Michelle hat keine Ahnung, wovon der Typ redet, aber aufgrund seines Tonfalls glaubt sie, dass es etwas Tolles sein muss - also entscheidet sie sich: "Ich will es haben!!!"

In der Schule zeigt sie es allen und gibt es jedem einmal in die Hand. Jeder drückt irgendwas auf dem Handy herum. Michelle selbst spielt eine ganze Menge mit dem Handy, man kann sogar damit ins Internet gehen, merkt sie. Sie macht ganz viele Telefonanrufe und ruft auch ein paar mal im Ausland an.
Einen Monat später kommt die Rechnung und sie nimmt sie schnell, bevor ihre Eltern sie sehen können. Sie macht sie auf und was sie sieht, glaubt sie nicht: Auf der Rechnung stehen ganz viele Tabellen, die sie nicht versteht, und unten sieht sie eine grausame Zahl: 1435 Euro.

Sie beginnt zu weinen und kommt zu dem Entschluss, dass sie die Rechnung ihren Eltern zeigen muss, da sie sie nicht bezahlen kann. Ihre Eltern reagieren ganz verblüfft und fragen sie, wann sie den Vertrag denn bitte abgeschlossen habe. Als sie alles erklärt hat, sind ihre Eltern sehr zornig und gehen sofort zu dem Handy-Shop um zu protestieren. Doch im Handy-Shop geben sie nicht nach und so geht der Vater vor Gericht. Das Urteil: Der Handy-Shop muss sämtliche Kosten übernehmen und zusätzlich eine Geldstrafe zahlen, da Michelle noch nicht vertragsfähig war (so steht es im Bürgerlichen Gesetzbuch im so genannten Taschengeldparagraph).
Als sie wieder zu Hause sind, sagen ihre Eltern zu Michelle, sie solle nie wieder ohne ihr Wissen einen Handy-Vertrag abschließen, denn sie würden nicht immer solch ein Glück haben und noch mal davonkommen! "NOCH MAL GLÜCK GEHABT", denkt sie und lächelt.

Eine Geschichte der Klasse 8a
des Thomas-Mann-Gymnasiums